Geheimnis nennen
Ein Ereignis aus dem Leben Jesu nennen und es einen Augenblick still betrachten.
Beten. Betrachten. Verbunden sein.
Der Rosenkranz führt uns durch die Geheimnisse des Lebens Jesu. Im Lebendigen Rosenkranz verbinden sich viele Menschen zu einer beständigen Gemeinschaft des Gebets.
Der Rosenkranz ist kein bloßes Wiederholen von Worten. Sein ruhiger Rhythmus schafft Raum, damit das Evangelium vom Verstand ins Herz sinken kann.
Bedeutung des Rosenkranzes
Der Rosenkranz ist ein christliches Gebet, das Schriftworte, vertraute Gebete und stille Betrachtung verbindet. Im Mittelpunkt stehen zwanzig Geheimnisse aus dem Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi.
Das wiederholte Ave Maria bildet gleichsam den ruhigen Hintergrund. Während die Lippen beten, richtet sich der innere Blick auf Christus: seine Menschwerdung, sein öffentliches Wirken, sein Leiden und seine Herrlichkeit. Maria begleitet dieses Schauen als Mutter Jesu und als erste Jüngerin.
So trägt der Rosenkranz Freude, Dank, Sorge und Fürbitte vor Gott. Er kann allein, in der Familie oder in Gemeinschaft gebetet werden.
Einfach beginnen
Ein Gesätz dauert nur wenige Minuten. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern die aufmerksame Hinwendung zu Gott.
Ein Ereignis aus dem Leben Jesu nennen und es einen Augenblick still betrachten.
Ein Vaterunser beten und sich dem Willen und der Liebe des Vaters anvertrauen.
Zehn Ave Maria beten und dabei das genannte Geheimnis im Herzen bewegen.
Mit dem „Ehre sei dem Vater“ abschließen; nach örtlichem Brauch kann das Fatima-Gebet folgen.
Das Leben Jesu betrachten
Von der Verkündigung bis zum Wiederfinden Jesu im Tempel: Gott kommt uns nahe.
Von der Taufe im Jordan bis zur Eucharistie: Jesus offenbart das Reich Gottes.
Von Getsemani bis zum Kreuz: Christus trägt Leid und Schuld aus Liebe.
Von der Auferstehung bis zur Krönung Mariens: Gottes Leben und Hoffnung haben das letzte Wort.
Gemeinsam ein ganzer Rosenkranz
Im Lebendigen Rosenkranz übernimmt jedes Mitglied täglich ein bestimmtes Gesätz. Die einzelnen Gebete verbinden sich innerhalb einer „Rose“ zu einem vollständigen Rosenkranz.
Heute kann eine Rose aus zwanzig Mitgliedern bestehen - entsprechend den zwanzig Geheimnissen. Die Mitglieder müssen nicht am gleichen Ort oder zur gleichen Zeit beten. Sie sind durch ihre gemeinsame Zusage, ihre Anliegen und die geistliche Gemeinschaft verbunden.
Diese Form macht treues Rosenkranzgebet auch für Menschen mit wenig Zeit möglich. Ein kleiner täglicher Beitrag wird Teil eines größeren Ganzen: Niemand betet nur für sich.
Pauline Marie Jaricot
Die französische Laienchristin Pauline Marie Jaricot gründete 1826 in Lyon den Lebendigen Rosenkranz. Sie wollte das betrachtende Gebet vielen Menschen zugänglich machen und zugleich die missionarische Sendung der Kirche durch Gebet tragen.
Damals gab es fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse. Deshalb bildete sie Gruppen von fünfzehn Personen; jede Person betete täglich ein Gesätz und betrachtete einen Monat lang ein zugeteiltes Geheimnis. So wurde in jeder Gruppe täglich der ganze damalige Rosenkranz gebetet.
Seit der Einführung der fünf lichtreichen Geheimnisse im Jahr 2002 arbeiten viele heutige Gruppen mit zwanzig Mitgliedern. Die Grundidee bleibt unverändert: Viele kleine, treue Gebete werden zu einer lebendigen Gemeinschaft.
Zweiter Schritt
Hier entsteht später ein eigener Bereich für die konkrete Gebetsgemeinschaft: ihre besondere Intention, aktuelle Informationen, Gebetszuordnungen und Kontaktmöglichkeiten. Persönliche Daten werden erst nach gemeinsamer Prüfung veröffentlicht.
In Vorbereitung